Bericht von der BTA-Jahrestagung 2007 in Hamburg

 

 

Berufsfachschule für
Biologisch-technische Assistenz

Theorie und Praxis an der G 13
  +
realitätsnahe Praktika in den Instituten der Hochschulen Hamburgs
   = Topausbildung zur/zum BTA

B T A

Biologisch-technische Assistenz

 

 

Keine Lehrgangsgebühr!

 

Inhalt

 
 

Der "Hamburger" Weg
High Tech Biotechnologie in Hamburg

 Ausbildung zum Biologisch-technischen Assistenten im Schwerpunkt Biochemie, Molekularbiologie, Gentechnik, Biotechnologie

Das Hamburger  BTA-Modell

Die Biotechnologie gilt als die Wachstumsbranche der Zukunft. Im Bereich Hamburg entwickelt sich nach München der zweitgrößte Biotechnologie-Standort in Deutschland. Neue Forschungsinstitute und Biotech-Firmen werden gegründet. Damit warten anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben auf Biologisch-technische Assistenten und Biologielaboranten.  Eine Ausbildung zum/zur Biologielaboranten/in erfolgt in einer betrieblichen Ausbildung und der Berufsschule. Eine Ausbildung zur Technischen Assistentin bzw. zum Technischem Assistenten findet in Form einer schulischen Ausbildung zum/zur „Staatlich geprüften Biologisch-technischen Assistenten/in“ (BTA) statt. Beide Möglichkeiten werden in Hamburg angeboten, wobei die Form der Hamburger BTA-Ausbildung bundesweit einmalig ist. In anderen Bundesländern besuchen die BTA-Schüler/innen mindestens zwei Jahre ausschließlich eine Berufsfachschule. In Hamburg wird in eine zweijährige BTA-Ausbildung eine einjährige praktische Ausbildungsphase integriert, die in vielen Forschungslaboratorien Hamburger Hochschulen und assoziierten Forschungseinrichtungen stattfindet. Somit wurde die Möglichkeit geschaffen, in nur zwei Jahren eine Ausbildung zum BTA mit Praxiserfahrung zu absolvieren, in der jede/r BTA drei verschiedene Forschungs-Labore kennen lernt, in denen in Einzelbetreuung zur Mitarbeit angeleitet wird.

Einführung in die Grundlagen der Labortechniken
Jährlich können 50 Schüler/innen die Ausbildung zunächst in den modernen Laboratorien der Berufsfachschule BTA an der Staatlichen Gewerbeschule für Chemie, Pharmazie, Agrarwirtschaft (Gewerbeschule 13, kurz: G13) beginnen. Neun Monate werden schwerpunktmäßig vier Fächer unterrichtet: Zellbiologie, biochemische-, biotechnologische- und physikalisch-chemische Untersuchungsverfahren mit Informationstechnik, sowie die Fächer Fachenglisch, „Wirtschaft und Gesellschaft“ und „Sprache und Kommunikation“. Dieser Ausbildungsabschnitt vermittelt in der Gewerbeschule 13 theoretische und praktische Grundlagen vieler chemischer und biologischer Arbeitsmethoden. Die Eigeninitiative und Teamarbeit wird gefördert, außerdem ist dies der schnellste Weg, um später selbstständig in modernen Laboratorien zu arbeiten.

Praktika in Forschungslaboratorien der Hamburger Hochschulen

Im Anschluss an die neun Monate in der G13 beginnt die zwölfmonatige praktische Labortätigkeit in den Forschungs-Laboratorien.

Das Besondere dieses BTA-Ausbildungsmodells:

Jede/r Schüler/in absolviert drei viermonatige Praktika in Forschungslaboratorien der Hamburger Hochschulen, assoziierten Forschungseinrichtungen oder weiteren staatlichen Laboren. Während dieser Zeit haben die Schüler/innen weiterhin an einem Tag pro Woche Unterricht in den Räumen der G13. An vier Tagen sind die auszubildenden BTA´s in den normalen Laboralltag forschender Hochschulinstitute integriert.

An der BTA-Ausbildung beteiligen sich zahlreiche Einrichtungen, wie z.B. die Universität Hamburg mit der mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Fakultät.

Kaum eines der Institute hatte zuvor Technische Assistenten ausgebildet, so dass hier durch Kooperation 50 High-Tech Ausbildungsplätze für BTA´s neu geschaffen wurden.

Das Einmalige an dem Konzept ist, dass bereits innerhalb der Ausbildung die Vielfältigkeit der Arbeitsmöglichkeiten und Aufgabenbereiche hautnah erlebt werden.

Die persönlichen Neigungen der BTA-Auszubildenden können durch die zahlreichen unterschiedlichen Praktika gezielt unterstützt werden.

Zurzeit findet eine Kooperation mit folgenden Einrichtungen statt:

Sollten Sie Fragen zur BTA-Ausbildung an der G13 haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf:
bta-ausbildung(et)g13.de

Der staatlich geprüfte Biologisch-technische Assistent

Nach der insgesamt zwölfmonatigen Labortätigkeit kehren die angehende BTA´s für drei Monate ganz an die Gewerbeschule für Chemie, Pharmazie und Agrarwirtschaft zurück, um dort ihre praktische und  theoretische Abschlussprüfung zum/zur „Staatlich geprüften Biologisch-technischen Assistenten/in“ zu absolvieren.

Das Neue dieses Ausbildungsmodells wird klar: Die zweijährige Ausbildung zum/zur BTA wird von der Staatlichen Berufsfachschule BTA in Kooperation mit Hamburger Hochschulen angeboten, wobei die Ausbildungsschwerpunkte Biochemie, Molekularbiologie, Gentechnik und Biotechnologie den Absolventen auf dem Arbeitsmarkt hervorragende Beschäftigungsperspektiven eröffnen. Der Großteil der BTA-Absolventen steht dem Arbeitsmarkt unmittelbar zur Verfügung, wobei die Verträge meist schon Monate vor dem Ende der Ausbildung unterschrieben werden. BTA´s und Biologielaboranten werden auf dem Arbeitsmarkt derzeit stark gesucht.

Bewerbungen
Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist Abitur oder mindestens ein Realschulabschluss mit guten Noten in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Biologie.

Für die Ausbildung benötigen Sie  einen Praktikumsplatz in den kooperierenden Forschungslaboratorien. Es stehen 50 Praktikumsplätze zur Verfügung und es erfolgt ein Auswahlverfahren

Sie reichen Ihre Bewerbungsunterlagen ein und werden zu einem Interview und einem kurzen Eignungstest eingeladen.

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Kurze Berufsbeschreibung

Berufsausbildung

Die Ausbildung an Berufsfachschulen dauert 2 Jahre und setzt den Realschul- oder einen vergleichbaren Abschluss voraus.

In Berlin und Sachsen gibt es eine vergleichbare Ausbildung zum Technischen Assistenten für chemische und biologische Laboratorien.

Nähere Informationen z.B. über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, verbindliche Inhalte usw. erhalten Sie unter den folgenden Links:

Arbeitsamt BIZ       Berufsinformationszentrum online
Arbeitsamt KURS  Datenbank: Schulische Berufsausbildungen

 Ablauf der zweijährigen Berufsausbildung in Hamburg:

Inhalte der zweijährigen Berufsausbildung in Hamburg:

Lernfeld

Lernbereich I

Titel

Zeitrichtwert

1

Bakterienzellen identifizieren

60

2

Eukaryotische Zellen analysieren und Gewebe identifizieren

100

3

Einfache Stoffgemische trennen und untersuchen

100

4

Lösungen herstellen und untersuchen

140

5

Mikroorganismen kultivieren

80

6

Struktur und Eigenschaften von Stoffen untersuchen

100

7

Organe von Wirbeltieren untersuchen

50

8

Bakterielles Wachstum hemmen

40

9

Proteine isolieren und untersuchen

80

10

Naturstoffe fotometrisch untersuchen

60

11

Naturstoffe chromatografisch  untersuchen

60

12

Nukleinsäuren isolieren und charakterisieren

60

13

Zellkulturtechniken anwenden

50

14

Mikroorganismen biotechnologisch nutzen

40

15

Nukleinsäuren mit gentechnischen Methoden untersuchen

40

16

Molekulare Klonierung durchführen

60

17

Enzyme biotechnologisch einsetzen

100

18

Mit Datenbanken und der Bioinformatik biologisch relevante Stoffe charakterisieren.

60

19
Immunbiologische Verfahren durchführen
40
Lernbereich II
  Biologisch-Technisches Praktikum
480
  Chemisch-Technisches Praktikum
480
Lernbereich III
  Sprache und Kommunikation  
80
  Wirtschaft und Gesellschaft
120

 

Fachenglisch
80

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Einstellungsmöglichkeiten

Nach abgeschlossener Ausbildung überwiegend in der Grundlagenforschung in Instituten der Universitäten, der Max-Planck-Gesellschaft und der pharmazeutischen Industrie sowie in staatlichen Untersuchungsämtern, Ärztelaboratorien oder in Lebensmittelbetrieben.

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Verfahrens- und Ausbildungsablauf

Nach ihrer Bewerbung bei uns um einen Ausbildungsplatz erhalten Sie  umgehend eine Bestätigung, dass Ihre Unterlagen bei uns eingetroffen sind. Sie werden nach Durchsicht Ihrer Unterlagen zu einem Vorstellungsgespräch mit Eignungstest eingeladen. Bitte sorgen Sie dafür, dass eine Zusage, die Ende April oder Anfang Mai erfolgt, Sie sicher erreicht. Es muss dann innerhalb weniger Tage durch Sie der Schulplatz verbindlich angenommen werden. Erfolgt Ihre Zusage nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist, so verfällt Ihr Anspruch und Sie können nicht aufgenommen werden.
Der Unterricht beginnt nach den Sommerferien im August. Es wird an unserer Schule keine Lehrgangsgebühr erhoben!

In Ihren zwei Ausbildungsjahren werden Sie zu 60 % in der Schule und zu 40 % in den Instituten und Einrichtungen der Hamburger Hochschulen (Fachbereiches Biologie der Uni Hamburg, Universitätskrankenhauses Eppendorf, der technischen Universität Harburg und der Fachschule Hamburg u. a.). Die  Arbeitsschwerpunkte liegen in der Molekularbiologie, Biotechnologie, Mikrobiologie, Zellbiochemie und Immunologie.

Sie haben Anspruch auf Schulbescheinigungen, Schülerfahrkarten und Schülerausweise. (Hinweis: Sämtliche Formulare können jedoch erst am ersten Schultag ausgestellt werden!)   

Erst wenn Sie die abschließende Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben, sind Sie ausgebildete

"Staatlich geprüfte biologisch-technische Assistentin" Schwerpunkt: Biochemie
bzw. ausgebildeter
"Staatlich geprüfter biologisch-technische Assistent" Schwerpunkt: Biochemie.

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Unterrichtsfächer während der schulischen BTA-Ausbildung

Innerhalb Ihrer zweijährigen, theoretischen Ausbildung haben Sie im Schnitt 32 Stunden in der Woche (Std/Wo) Unterricht. Nachfolgend haben wir Ihnen die BTA-Fächer nach den Lernbereichen aufgelistet:

Fächer Art der Prüfung
Lernbereich 1
Zellbiologie ---
Biotechnische Untersuchungsverfahren
Mikrobiologie, Biotechnologie
schriftlich
Biochemische Untersuchungsverfahren
Allgemeine Chemie, Org. Chemie, Biochemie
schriftlich
Chemisch-physikalische Untersuchungsverfahren
EDV, Physik, instrumentelle Analytik, Mathematik
---
Lernbereich 2
Biologisch-technische Untersuchungen
Praktika in den Instituten
praktisch
Chemisch-technische Untersuchungen
Praktika in den Instituten
praktisch

Lernbereich 3

Sprache und Kommunikation ---
Wirtschaft und Gesellschaft ---
Fachenglisch ---

Mündlich kann in jedem Unterrichtsfach geprüft werden.

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Notwendige Bewerbungsunterlagen

Wenn Sie sich bei uns bewerben wollen, benötigen wir von Ihnen folgende Unterlagen:

  • Nachweis über den Realschulabschluss oder eines gleichwertigen Zeugnisses (vor diesem Abschluss: das Halbjahreszeugnis). Die Nachweise reichen Sie bitte als beglaubigte Kopien ein. Statt der beglaubigten Kopien können Sie im Schulbüro eine Fotokopie unter Vorlage des Originals einreichen.
  • Bewerber mit ausländischen Zeugnissen: Bitte lassen Sie Ihre Zeugnisse im Schulinformationszentrum (SIZ) bewerten. Sie werden außerdem rechtzeitig vor Beginn der Ausbildung zu einer Deutschprüfung eingeladen.
    Adresse des Schulinformationszentrums:

Schulinformationszentrum (SIZ)
Beratungsteam B
Hamburger Str. 41
22083 Hamburg

  • Vorlage des Personalausweises »Hamburger Wohnsitz« (Sie müssen uns spätestens zum Beginn der schulischen Ausbildung den Wohnsitz durch eine Meldebestätigung nachweisen).

  • Für den Fall, dass Sie noch nicht volljährig sind, benötigen wir die schriftliche Einwilligung auf dem Anmeldebogen sowie die Vorlage des Personalausweises eines Sorgeberechtigten im Schulbüro

  • Tabellarischer Lebenslauf

  • Ein Passbild (mit Namen versehen)

  • Anmeldebogen (bitte drucken Sie sich den Anmeldebogen aus und legen ihn Ihrer Bewerbung bei.)

Über den weiteren Ablauf (Bewerbergespräch, Zuweisung einer Praktikumsstelle usw.) werden Sie unverzüglich von uns informiert

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Schulische Voraussetzungen

In den zweijährigen  Bildungsgang BTA kann aufgenommen werden, wer in dem Abschlusszeugnis der Realschule eine Durchschnittsnote von 3,5 oder besser erreicht hat oder in die Vorstufe der gymnasialen Oberstufe versetzt worden ist.

Die Durchschnittsnote wird aus allen Noten des Zeugnisses mit Ausnahme der Note für das Pflichtfach Sport gebildet. Die Durchschnittsnote wird auf eine Stelle hinter dem Komma errechnet; es wird nicht gerundet.

Bei einem Abschlusszeugnis der Realschule werden die Noten für die Kurse des Wahlpflichtbereiches nur mit ihrem Mittelwert berücksichtigt; der Mittelwert steht der Note für ein Fach gleich.

Bei einem Abschlusszeugnis der Gesamtschule werden die auf grundlegende und erweiterte Anforderungen bezogenen Noten (A- und B-Noten) wie folgt errechnet:

B1/B2 B3 B4/A1 A2 A3 A4 A5 A6
1 2 3 4 5 6 7 8

Neben den Notenvoraussetzungen sollten Sie über solide Kenntnisse in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern sowie in den Fächern Deutsch und Englisch verfügen.

Eine Bewerbung  hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern vorliegen!

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Meldeschluss und Verfahrensablauf

Denken Sie daran, dass der Meldeschluss der 31. März eines jeden Jahres ist. Bei späterer Bewerbung werden Sie auf einer Warteliste geführt. Hinweis: Wir richten uns immer nach dem Datum des Poststempels.

Bei fristgerechter Anmeldung erhalten Sie umgehend eine Bestätigung, dass Ihre Unterlagen bei uns eingetroffen sind und werden zu einem Bewerbungsgespräch mit Eignungstest eingeladen. Bitte sorgen Sie dafür, dass eine Zusage, die Ende April oder Anfang Mai erfolgt, Sie sicher erreicht. Es muss dann innerhalb weniger Tage durch Sie der Schulplatz verbindlich angenommen werden. Erfolgt Ihre Zusage nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist, so verfällt Ihr Anspruch und Sie können nicht aufgenommen werden.

Der Unterricht beginnt nach den Sommerferien im August.

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© 08.05.2012 / G13