Berufsvorbereitung

LunA-Projekt "Produktionsgartenbau"

Die Berufsvorbereitung hat an der Gewerbeschule 13 eine mehr als zwanzigjährige Tradition. Seit 1993 findet diese sogar in integrierter Form (mit nicht behinderten und behinderten Jugendlichen) statt. Das Abschlusszeugnis der Berufsvorbereitungsschule ist unter bestimmten Voraussetzungen in seinen Berechtigungen dem Hauptschulabschluss gleichgestellt.

 

Das vollzeitschulische Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Die große Nachfrage nach vollzeitschulischen Berufsvorbereitungsplätzen im Gartenbau und in der Floristik hat dazu geführt, dass mit Beginn des Schuljahres 2005/06 zehn zusätzliche Schulplätze angeboten werden. Insgesamt werden gegenwärtig 90 Jugendliche auf den Übergang in die Ausbildung bzw. die Arbeitswelt in verschiedenen Fachrichtungen des Gartenbaus und in der Floristik vorbereitet.

 

Prinzipien

Das BVJ ist inhaltlich und organisatorisch als Übergangsphase von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt konzipiert. Daraus leiten wir folgende Prinzipien ab:
1. Im Mittelpunkt der Berufsvorbereitung stehen Arbeitsprojekte, deren Bedeutung und (bleibender) Wert auch für die Schüler unmittelbar einsichtig werden muss.

2. Die Grundlage für den Theorieunterricht bilden die praktischen Aufgabenstellungen der Arbeitsprojekte (Planung und Reflexion der Arbeitsergebnisse).

3. Der Wert der Arbeit wird durch Zahlung  eines symbolischen Lohnes unterstrichen.
4. Ein Berufsvorbereitungstag dauert an vier Tagen in der Woche von 8.00 Uhr bis 14.30 Uhr, freitags von 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr. Damit ist die Anwesenheitspflicht durchweg länger als in bisher erfahrenen Schulwochen, aber kürzer als eine betriebliche Arbeitswoche.

 

Arbeitsfelder

Eine Gärtnergruppe produziert im schuleigenen Gewächshaus und  auf angrenzenden Freilandflächen Blumen und Zierpflanzen, die entweder direkt in den umliegenden Schulen vermarktet oder nach Weiterverarbeitung im schuleigenen Blumenladen verkauft werden. Darüber hinaus wird auftragsbezogen garten- und landsschaftsbaulich gearbeitet: es werden Gärten, Spielplätze, Schulhöfe neu angelegt, umgestaltet und Pflegearbeiten durchgeführt.

 

Schulorganisation

An 4 Tagen in der Woche wird in den Produktionsgruppen gearbeitet. Unterricht findet an diesen Tagen immer projektbezogen statt. Gearbeitet wird von 10.00 bis 14.15 Uhr, unterbrochen von zwei halbstündigen Pausen. Danach folgt eine Tagesendbesprechung, bei Bedarf auch eine vorbereitende Arbeitsbesprechung für den nächsten Tag. Um 14.30 Uhr ist Schulschluss. Der 5. Wochentag ist ein Wahlpflichttag  bzw. der Unterrichtstag zur  Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss. Im Wahlpflichtbereich  reichen die Angebote von Projekten wie „Orientierung in Bergedorf und Hamburg“ auf dem Stadtplan und praktisch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Fahrrädern oder zu Fuß, über Besuche in städtischen Einrichtungen wie z.B. Museen, Gerichten oder politischen Institutionen bis zur Bearbeitung von Themen wie z.B. „Liebe und Sexualität“, „Mode“, „Gesundheit und Ernährung“ oder „Gewalt“. Auch werden Themen des zukünftigen Lebens wie „Wie und wo möchte ich später mal wohnen/leben?“, „Was kostet ein Führerschein, ein Auto und welche Alternativen gibt es zum Auto?“ bearbeitet. Unter fachkundiger Anleitung wird „Erste Hilfe im Notfall“ geübt. Es gibt auch künstlerische und musische Angebote. So wurden in den vergangenen Jahren mehrere Theaterstücke unter Anleitung einer Theaterpädagogin gemeinsam von behinderten und nicht behinderten Jugendlichen geschrieben und aufgeführt. Ein oder mehrere betriebliche Praktika sind für jeden Schüler des Berufsvorbereitungsjahres verbindlich und fester Bestandteil der Schulorganisation.

 

Vereinbarungen und Regeln

Das verbindliche Einhalten von Vereinbarungen und Regeln, die Pflichten der Schule sowie die Pflichten der Schülerinnen und Schüler werden durch eine schriftliche „Ausbildungsvereinbarung“ bekräftigt, die von allen Schülerinnen und Schülern, den Erziehungsberechtigten sowie den Lehrerinnen und Lehrern unterschrieben wird.

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